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Montag, 16. März 2015

Chilenische Sternwarte beobachtet Rabendurchgang vor Mond

Von unserem Korrespondenten José 



Santiago del Chile.
Das La-Silla-Observatorium konnte am Wochenende beobachten, wie der durch Funk und Film bekannte Reiserabe ERNESTO  den Mond besuchte. Am Samstag, den 14.03.2015 um 23:55 zeichnete die automatische Kamera des Teleskops "Ojo de águila" den kleinen Reiseraben bei seinem Durchgang durch den Mond auf. Die Kamera war wegen Aufnahmen für das Space Night Programm des Bayerischen Rundfunks auf den Erdtrabanten gerichtet. Die Astronomen der Sternwarte äußerten sich zunächst sehr überrascht über das Phänomen. Doch als klar wurde, dass es sich bei dem unbekannten Flugobjekt tasächlich um Ernesto handelte, war die Freude über den gelungenen Schnapsschuss sehr groß. " So etwas passiert nicht alle Tage, dass wir die Freizeitaktivitäten von kleinen Reiseraben beobachten können", sagte der Leiter der Sternwarte Prof. Dr. Lux Destrellas, " und wir sind ein bischen stolz darauf, ihn sozusagen erwischt und auf Film gebannt zu haben."
Man würde sich sehr freuen, fügt der Leiter noch hinzu, wenn Ernesto mal auf dem La Silla vorbeikommen könnte, um der Sternwarte einen Besuch abzustatten. Dann müsse er aber auch ein Bild von seinem Durchzug signieren.
Unklar ist bis jetzt, ob denn der Bayerische Rundfunk die Sequenz in seiner beliebten Reihe Space Nacht zeigen wird.


Dienstag, 22. April 2014

Flohmarktfund

Pablo Miguel, Ur-Ur-Ur-Großvater von Ernesto
Am Wochenende war ich mit meinem guten Freund Ernesto auf dem Flohmarkt. Und man glaubt es nicht: Wir fanden bei einem kleinen Händler ganz hinten in der Ecke des Marktes ein Bild von Ernestos Ur-Ur-Ur-Großvater Pablo Miguel. Überrascht und aufgeregt haben wir sofort alles drangesetzt dem kleinen einbeinigen Händler, der einen österreichischen Akzent sprach, das Bild abzukaufen. Was uns dann, nach zähem Handeln, auch gelungen ist.
Als stolzer neuer Besitzer des Portraits seines Ahnen erzählte Ernesto mir dann bei einem Kaffee  vom Leben Pablo Miguels, zumindest wie weit er es aus Familienerzählungen zusammen bekam.  Als stolzer spanischer Rabe bei Gibraltar geboren, begann sich Pablo Miguel früh für ferne Länder zu interessieren und lungerte stets am Hafen herum.  Dort trugen das Getümmel und die Seeleute ihm auch immer wieder Geschichten aus der weiten Welt zu.
Schließlich im Mai 1857, schloss er sich dann der Novara Expedition zur Umseglung der Welt an. 1860 kam er wieder nach Hause. Über Land, da sein Schiff in Triest angelegt hatte. Zur Ankunft in Triest muss auch das Protrait entstanden sein, meint Ernesto, stolz und in Ehren ist er abgebildet, mit ernstem Blick, ein Rabe, der die ganze Welt gesehen hat.
Ernesto erzählte mir auch das Ende von Pablo Miguels Geschichte. Der fühlte nämlich immer noch das Fernweh in seinen Knochen und  machte sich wieder auf. Er fuhr mit auf der Payer-Weyprecht-Expedition gen Nordpolarmeer. Die Reise verlief zwar unter widrigen Umständen, aber ohne große Verluste  erfolgreich. Nur ein Mitglied wurde von der Expeditionsleitung als Verlust durch Krankheit gemeldet, alle anderen überlebten die Reise. Nur, nach dessen Ende kam Pablo Miguel nicht mehr nach Hause, niemand hat mehr von ihm gehört. Die wahrscheinlichste Begründung ist, dass er auf dem Rückweg von den weiten Sibiriens angezogen wurde und seine eigene Expedition noch verlängerte, indem er nach Süden flog und dann in den Weiten Sibiriens eine Bleibe gefunden hatte.
Ernesto meinte dazu, er könne verstehen, dass ein Rabe nach all den Abenteuern und Erlebnissen solch ereignisreicher Reisen die Rückehr in die Behaglichkeit und Gleichförmigkleit des heimatlichen Rythmus scheue. Raben seien sehr neugierig. Und ein gewisses Fernweh und Entdeckungslust liege ihnen in den Genen. Ihm schließlich auch, sagte Ernesto und sein Blick glitt zum Horizont.
"Vielleicht ist aber das Portrait auch nach Ende der zweiten Expedition in Österreich entstanden", versuchte ich eine einfachere Erklärung zu finden, "und Pablo Miguel blieb einfach in Wien?"
"Nein, " sagte Ernesto dazu mit bestimmter Stimme, "wer bleibt schon freiwillig in Österreich während des Käsereichs?"
Nun ja, Ernesto hat seine eigenen Erfahrungen mit dem Kaiserreich gemacht.....


Dienstag, 9. August 2011

Schatten vorauswerfen

Ich hatte schon einmal erzählt, dass ich Zuhause einen Raben habe. Ernesto reist gerne und er war jetzt in Wien.
Und hier lasse ich ihn mal Schatten vorauswerfen...
Stay tuned. The best is yet to come!!!


Der Pianist im Central war humorlos

Schoko.Capuccino.Panna im Rochus!

Die alten Wiener Strassenbahnen sind echt hübsch...

Donnerstag, 19. Mai 2011

Rabenschwarz

Wir haben einen Raben geschenkt bekommen. Er heißt Ernesto und sitzt gerne den ganzen Tag auf unserem Sofa, kräht manchmal oder gibt dumme Kommentare. Unser Ernesto kann sprechen. Er spricht allerdings mit meiner Stimme.
Denn Ernesto ist aus Plüsch. Ein Plüschrabe.
Bei Betrachtung unseres neuen Mitbewohners während eines innigen Zwiegesprächs fielen mir sein prächtiger gelber Schabel und seine gelben Beine auf.

Zoologisch Korrekt ist allerdings anders: Raben sind normalerweise schwarz, - rabenschwarz sogar!

Wieso finden sich dann so viele Abbildungen mit Raben, die gelbe Schnäbel und gelbe Füße haben? Kann mir das jemand erklären?
Amselmännchen haben gelbe Schnäbel und gelbe Füße aber Raben sind nur schwarz, auch Füßen und Schnäbel.
Sind all diese Darstellungen und Plüschraben eigentlich Amseln, oder warum wurden diese Tiere mit gelben Schnäbel und Beinen ausgestattet. Weil man sie sonst im Dunkel des Kinderzimmers nicht findet?
Hach, ich weiß nicht!



Grüße
Ernst